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Ehrenmahl

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Ehrenmahl

Die Bürgerschützen Gesellschaft 1668 Greven e.V. gedenkt, jedes Jahr am Sonntag nach dem Schützfenst,
 seiner verstorbenen Vereinsmitglieder.


Unser Schützenbruder Paul Beuning hat anlässlich seiner Rede zu seiner Regentschaft 2011/12 über unser Ehrenmal recherchiert.

Hier Auszüge aus seiner Recherche zum Kriegsehrenmal an dem Kirchberg:

...

Ich werde euch in kurzen Zügen einmal die Historie dieses Denkmals etwas näher bringen, da ein Gut-teil von uns hier, vielleicht nicht genau darüber Bescheid weiß.

Hierzu habe ich mich bei dem Grevener Stadt-Archivar Herrn Dr. Schröder erkundigt, der mir Informationsmaterial zur Verfügung stellen konnte.

Wir stehen vor dem Grevener Kriegsehrenmal an dem Kirchberg vom Ersten Weltkrieg.

Diesem Krieg sind 1,8 Millionen deutsche Männer und Frauen zum Opfer gefallen.

Es wurden 1.600 Grevener Soldaten eingezogen.

346 Mitbürger Grevens und Schmederhausens sind nicht wieder gekommen und deren Namen sind daher auf den 10 Tafeln hinter mir in Stein eingemeißelt.

Die gefallenen Mitbürger aus Gimbte sind nicht auf diesen Tafeln verewigt, da sich Gimbte damals dagegen ausgesprochen hatte

Nach dem Ersten Weltkrieg war es auch in Greven so, dass man den verstorbenen Soldaten ein Ehrendenkmal setzen wollte. Dieses Ehrendenkmal wurde am 23.Juli 1922 eingeweiht.

Jedoch waren nicht alle Grevener Bürger für ein solches Denkmal, da es nicht so die tiefe Trauer der Familien widerspiegelt. Speziell die Bauernschaft rings um Greven war eher dagegen. Man hatte sich wohl an der Glorifizierung gestoßen, dem heldenhaften Tod im Krieg, dem es galt ein entsprechendes ewiges Denkmal zu setzen.

Schauen wir uns die Inschrift auf diesem Denkmal an:

Es ist ein Bibelvers aus dem Johannesevangelium: „Eine größere Liebe hat niemand als diese dass er sein Leben für seine Freunde hingibt“.  Gemeint ist hier der Ausspruch von Jesus an seine Jünger.

Diese Inschrift wirkt glorifizierend und stilisiert eher den Soldatentod zu einem sinnvollen Sterben anstatt zu einem sinnlosen Abschlachten. 

Nach den Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges und den bis zum heutigen Tag täglich existierenden kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit, wünschen und hoffen wir alle hier, dass mehr Frieden in der Welt Einkehr erhält.

Wir, die wir hier vor dem Kriegsehrenmal stehen, können die Vergangenheit nur als mahnendes Beispiel schlechten Umgangs mit unseren Mitmenschen verstehen und daher zu versuchen es besser und friedlicher zu machen.

Gedenken wir an dieser Stelle unserer Verstorbenen, in so vielen Kriegen sinnlos gefallenen Mitmenschen und den hier verewigten Grevener Mitbürgern.

Dies auch im Gedenken daran, dass Krieg keine gute Konflikt-Lösung ist!

Ich bitte um eine Schweigeminute.

Greven, 16.Juni 2013

Unser Ehremal steht im Schatten der St. Martinus Kirche

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